Wohnen in Hamburg
Druckversion Graffiti legal - ein "Weltrekord"

Mehr als 1.500 Spraydosen verschlang "Die Beziehung zwischen Mensch und Natur". In 80 Tagen während der Sommermonate 2002 kreierten "NULON" und "FUSION" das höchste Graffito der Welt (Guinness-Buch) an der Stirnwand des Hochhauses Immenbusch 33. Hinter den Künstlernamen verbergen sich die in Afghanistan geborenen und in Hamburg aufgewachsenen Künstler Aimal und Haris Jahed. Sie haben das rund 550 Quadratmeter große Wandgemälde an dem 13-stöckigen Hochhaus der SAGA selbst entworfen und als Stadtteilprojekt mit den Anwohnern erarbeitet. Sie übertrumpften damit einen hauseigenen Rekord: Das damals höchste Graffito der Welt brachten „Loomit“ aus New York, „Darco“ aus Paris, „Daim“, „Hesh“, „Vaine“ und „Ohne“ aus Hamburg 1995 auf ein Hochhaus der SAGA in Lohbrügge auf.  "Zeichen der Zeit" ziert seither auf 300 Quadratmetern die Stirnwand am Otto-Schumann-Weg.

Sprayer in Harburg
Ein 90 Meter langes Graffito ziert seit April 1999 die Häuser an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 9-17 in Harburg. Acht Schüler der nahen Gesamtschule haben mit dem Graffiti-Künstler „Vaine“, alias Sascha Siebdraht, Szenen aus dem Unterricht gesprüht. Die SAGA brachte Künstler und Schüler zusammen, um die gerade modernisierten Häuser vor wilden Sprayern zu schützen.

Das Bekkamper Meer
Gleich am ersten Tag ihrer Arbeit am Bekkamp in Hamburg-Jenfeld wollte die Polizei "FUSION" und "NULON" abführen. Anwohner hatten sich beschwert, dass wilde Sprayer unterwegs seien. Doch die beiden Künstler sprayten im Auftrag der SAGA, und so fuhr die Polizei unverrichteter Dinge davon.
95 Dosen und sechs Tage Arbeit erforderte die 50 Quadratmeter große Meereslandschaft. Das Motiv scheint wie gemacht für den Durchgang. „Die Idee mit den Fischen kam uns ganz spontan“, erzählt Haris Jahed. „Wir wollten den Gang ein wenig aufhellen und zugleich die Steine mit aufnehmen.“